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Milch und Milcherzeugnisse

Das „Milchpaket“

Das sogenannte „Milchpaket“ wurde mit Blick auf die fernere Zukunft des Milchsektors nach Auslaufen der Quotenregelung im Jahr  2015 erarbeitet.  Seit dem 3. Oktober 2012 ist es in vollem Umfang in Kraft.


Der "Milchpaket"-Bericht 2014

  • Arbeitsdokument der Kommissionsdienststellen (Begleitunterlage zum Bericht): "Evolution of the market situation for milk and milk products" pdf - 797 KB [797 KB] English (en)
  • Präsentation: Die Durchführung des Milchpakets (Aktualisierung Juni 2014) pdf - 2 MB [2 MB] English (en)
  • Fragebogen zur Durchführung des Milchpakets 2013 pdf - 84 KB [84 KB] English (en) pdf - 84 KB [84 KB] English (en)

 

Überblick

Dieses Maßnahmenbündel, das sich auf die Schlussfolgerungen einer besonderen, nach der Milchmarktkrise von 2009 eingesetzten hochrangigen Gruppe stützt, zielt darauf ab, die Position der Erzeuger von Milch und Milchprodukten in der Milchversorgungskette zu stärken sowie den Sektor mehr am Markt auszurichten und nachhaltiger zu gestalten. So haben die Mitgliedstaaten jetzt die Möglichkeit, schriftliche Verträge zwischen den Landwirten und den Verarbeitungsbetrieben verbindlich vorzuschreiben, und die Landwirte können die Vertragsbedingungen innerhalb bestimmter Grenzen kollektiv aushandeln. Die neue Verordnung wurde am 30. März 2012 veröffentlicht.


Das Paket sieht vor, dass zwischen Milchbauern und Milchverarbeitern schriftliche Verträge abgeschlossen und die Vertragsbedingungen kollektiv über die Erzeugerorganisationen ausgehandelt werden können. Außerdem werden neue spezielle EU-Vorschriften für Branchenverbände festgelegt, die den Akteuren der Milchversorgungskette die Möglichkeit zum Dialog und zur Durchführung bestimmter Tätigkeiten geben. Ferner beinhaltet das Paket eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Markttransparenz. Eine ausführlichere Übersicht über die  Maßnahmen findet sich auf den weiter unten angegebenen Websites.


Die Maßnahmen des Milchpakets werden bis etwa 2025 angewandt. Die Kommission muss in den Jahren 2014 und 2018 über die Marktlage und die Durchführung einen Bericht erstellen. In diesen Berichten (an das Europäische Parlament und den Rat) wird insbesondere untersucht, wie sich diese Maßnahmen auf die Milcherzeuger und die Milcherzeugung in benachteiligten Gebieten auswirken, und geprüft, mit welchen Anreizen Landwirte dazu bewogen werden können, Vereinbarungen über die gemeinschaftliche Erzeugung einzugehen.

 

Verordnungen und Informationsmaterial

  • Zuständige Behörde beim Milchpaket gemäß Artikel 149 Absatz 2 Buchstabe f der Verordnung (EG) Nr. 1308/2019 pdf - 341 KB [341 KB] English (en)
  • Steuerung des Angebots bei Käse mit g.U. / g.g.A.:

    • Comté (FR) pdf - 193 KB [193 KB] français (fr)
    • Beaufort (FR) pdf - 130 KB [130 KB] français (fr)
    • Asiago (IT) pdf - 69 KB [69 KB] italiano (it)
    • Reblochon (FR) pdf - 92 KB [92 KB] français (fr)
    • Parmigiano Reggiano (IT) pdf - 70 KB [70 KB] italiano (it)

 

Die Regeln des Milchpakets

Schriftliche Verträge zwischen Milcherzeugern und -verarbeitern

Die Mitgliedstaaten haben die Möglichkeit, schriftliche Verträger zwischen Landwirten und Verarbeitungsbetrieben verbindlich vorzuschreiben und die Erstankäufer der Rohmilch zu verpflichten, den Landwirten schriftliche Verträge mit einer Mindestlaufzeit anzubieten. Die Verträge sollten vor der Lieferung geschlossen werden und Angaben wie Preis, Menge, Laufzeit, Zahlungsmodalitäten, Abholung und Bestimmungen für den Fall höherer Gewalt enthalten. Alle diese Punkte sollten zwischen den Vertragsparteien frei ausgehandelt werden; die Landwirte haben die Möglichkeit, eine vorgeschlagene Mindestlaufzeit abzulehnen. Lieferungen von Landwirten, die Mitglied einer Genossenschaft sind, sind von dieser Vertragspflicht ausgenommen, wenn die Satzung oder die Regeln dieser Genossenschaft Bestimmungen enthalten, die ähnliche Wirkung haben wie der  vorgesehene Vertrag.

 
Möglichkeit zur kollektiven Aushandlung der Vertragsbedingungen durch die Erzeugerorganisationen

Landwirte können sich in Erzeugerorganisationen zusammenschließen, die kollektiv Vertragsbedingungen wie den Rohmilchpreis aushandeln. Die Milchmenge, über die eine Erzeugerorganisation verhandeln kann, ist auf 3,5 % der Erzeugung in der EU und 33 % der Erzeugung der betreffenden Mitgliedstaaten begrenzt. Bei Mitgliedstaaten mit einer Erzeugung von weniger als 500 000 Tonnen liegt diese Obergrenze  bei 45 % statt bei 33 % der nationalen Erzeugung. Mit dieser Maßnahme soll die Verhandlungsposition der Milcherzeuger gestärkt werden. Diese Obergrenzen ermöglichen Verhandlungen zwischen Erzeugerorganisationen von etwa der gleichen Größe wie große Milchverarbeitungsbetriebe und sorgen gleichzeitig für einen wirksamen Wettbewerb auf dem Markt für Milcherzeugnisse.

 
Steuerung des Angebots von Käse mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.)/ geschützter geografischer Angabe (g.g.A.)

Unter bestimmten Bedingungen können Mitgliedstaaten auf Antrag einer Erzeugerorganisation, eines Branchenverbands oder eines Zusammenschlusses von Erzeugern von g.U. bzw. g.g.A. Bestimmungen zur Steuerung des Angebots an Käse mit g. U. bzw. g.g.A. festlegen. Ziel dieser Maßnahme ist es, Mehrwert und Qualität dieser Käse zu sichern, was insbesondere für strukturschwache ländliche Gebiete wichtig ist.

 
Besondere Regelungen für Branchenverbände

Besondere EU-Regelungen für Branchenverbände im Milchsektor ermöglichen den Akteuren der Milchversorgungskette, miteinander einen Dialog zu führen und eine Reihe von Tätigkeiten vorzunehmen. Diese gemeinsamen Tätigkeiten betreffen u. a. Absatzförderung,  Forschung und Innovation sowie Qualitätsverbesserung; hierdurch sollen Kenntnis und Transparenz der Erzeugung und des Marktes verbessert werden.

 
Mehr Transparenz und bessere Informationen

Damit die Marktentwicklung nach Auslaufen der Milchquotenregelung genau verfolgt werden kann, werden zeitnahe Informationen zu den gelieferten Milchmengen bereitgestellt.

 

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Der Vorschlag der Kommission vom Dezember 2010

 


Die hochrangige Expertengruppe "Milch"

Die hochrangige Expertengruppe "Milch" wurde in der Folge der Milchkrise 2008/09 eingerichtet, um mittel- und langfristige Maßnahmen zur Stabilisierung des Markts und des Einkommens der Erzeuger sowie zur Verbesserung der Transparenz zu untersuchen. Die Expertengruppe fand erhebliche Ungleichgewichte in der Versorgungskette, eine zunehmend konzentrierte Industrie, der viele einzelne, weit verstreute Milcherzeuger gegenüberstehen, und eine ungleichmäßige Verteilung des Mehrwerts. Diese Situation hat zu einem Verlust an Transparenz, Verkrustungen des Marktes und Problemen bei der Preisweitergabe in der Kette geführt.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen ergeben sich aus den Empfehlungen der hochrangigen Expertengruppe die vom Ratsvorsitz in seinen Schlussfolgerungen vom 27. September 2010 befürwortet wurden.

>> Lesen Sie mehr über die Hochrangige Expertengruppe "Milch" 

 


Der erste Bericht über das Auslaufen der Milchquotenregelung (2010)

Die Kommission hat im Dezember 2010 einen gesonderten Bericht über die Lage auf dem Milchmarkt und die sich daraus ergebenden Bedingungen für das Auslaufen der Milchquotenregelung angenommen. Nur drei Mitgliedstaaten (DK, NL, CY) haben 2009/2010 ihre Quoten überschritten und der Milchquotenpreis liegt inzwischen sehr niedrig bzw. in manchen Mitgliedstaaten bereits bei Null, daher kommt der Bericht zu dem Schluss, dass in der überwältigenden Mehrheit der Mitgliedstaaten die Vorbereitungen zur sanften Landung planmäßig verlaufen.

Unter diesen Umständen gibt es nach dem Bericht keinen Grund, den Gesundheitscheck hinsichtlich der stufenweisen Steigerung der Quoten und dem Ende der Quotenregelung am 1. April 2015 zu überdenken.

Um der Quotenabschaffung weiter den Weg zu bereiten, regt die Kommission dazu an, gemeinsame Sitzungen mit den Sachverständigen des Verwaltungsausschusses für die einheitliche GMO zusammen mit der Beratungsgruppe „Milch“ zu organisieren, um die Marktentwicklungen und -aussichten zu prüfen.

 

>> Lesen Sie den Bericht pdf - 182 KB [182 KB] български (bg)čeština (cs)dansk (da)eesti keel (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)français (fr)italiano (it)latviešu valoda (lv)lietuvių kalba (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv)

 


Der zweite Bericht über das Auslaufen der Milchquotenregelung (2012)

Die Kommission hat im Dezember 2010 einen gesonderten Bericht über die Lage auf dem Milchmarkt und die sich daraus ergebenden Bedingungen für das Auslaufen der Milchquotenregelung angenommen. Nur drei Mitgliedstaaten (DK, NL, CY) haben 2009/2010 ihre Quoten überschritten und der Milchquotenpreis liegt inzwischen sehr niedrig bzw. in manchen Mitgliedstaaten bereits bei Null, daher kommt der Bericht zu dem Schluss, dass in der überwältigenden Mehrheit der Mitgliedstaaten die Vorbereitungen zur sanften Landung planmäßig verlaufen.

Der Bericht, der an den Rat und das Europäische Parlament weitergeleitet worden ist, gelangt zu dem Schluss, dass die vorgesehene „sanfte Landung“ nach Plan verläuft: In der überwiegenden Mehrzahl der Mitgliedstaaten spielen die Quoten für die Produktionsbegrenzung keine Rolle mehr, und der Quotenpreis (den Landwirte zahlen, die zusätzliche Quoten möchten) liegt bereits bei Null oder nur knapp darüber.

 

>> Nähere Informationen zum zweiten Bericht

>> Lesen Sie den Bericht pdf - 182 KB [182 KB] български (bg)čeština (cs)dansk (da)eesti keel (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)français (fr)italiano (it)latviešu valoda (lv)lietuvių kalba (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv)

 

 

 

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