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Hopfen

Hopfen

Im Rahmen der gemeinsamen Marktorganisation (GMO) bezeichnet Hopfen folgende drei Produktgruppen:

  • Hopfendolden, frisch oder getrocknet (KN-Code 1210 10)
  • Hopfen, gemahlen oder in Form von Pellets (KN-Code 1210 20)
  • Hopfenauszüge (KN-Code 1302 13)

 

Rechtsgrundlage

Die gemeinsame Marktorganisation (Verordnung (EU) Nr. 1308/2013) enthält die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen für den Hopfensektor: Zertifizierung, Erzeugergemeinschaften und Einfuhren.

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Anmerkung: Seit dem 1. Januar 2005 ist die auf 480 Euro je Hektar festgelegte Erzeugerbeihilfe der EU in die Direktzahlungen an Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe integriert.


Erzeugung und Vermarktung

In der Europäischen Union wird Hopfen von 2600 Betrieben auf insgesamt 26 500 Hektar angebaut, das sind 60 % der Hopfenanbaufläche weltweit.

 

Hopfen wird in 14 EU-Mitgliedstaaten erzeugt. Etwa 17 000 Hektar entfallen auf Deutschland, was 60 % der Hopfenanbaufläche der EU und rund einem Drittel der Welthopfenanbaufläche entspricht. Weitere wichtige Erzeugerländer sind die Tschechische Republik, Polen, Slowenien und das Vereinigte Königreich.

 

Global betrachtet, vor allem aber auf europäischer Ebene, werden die Anbauflächen verringert. Dies ist insbesondere auf den ansteigenden Gehalt an Alphasäure und deren rückläufige Verwendung bei der Bierherstellung zurückzuführen. Alphasäure ist der Bestandteil des Hopfens, der dem Bier seinen bitteren Geschmack und bestimmte Aromen verleiht.

 

In der EU werden jährlich etwa 50 000 Tonnen Hopfen erzeugt. Der Alphasäureertrag liegt regelmäßig bei mehr als 5000 Tonnen.

 

Die weltweite Hopfenerzeugung beträgt jährlich zwischen 80 000 und 100 000 Tonnen, das sind zwischen 8000 und 10 000 Tonnen Alphasäure. Die Nachfrage nach Alphasäure wird bei durchschnittlich 4,1 Gramm je Hektoliter Bier auf ungefähr 8000 Tonnen geschätzt. Diese Hopfungsquote variiert je nach Biertyp, insbesondere nach Bitterkeit und verwendeter Hopfensorte. Infolge des technischen Fortschritts und einer wachsenden Vorliebe der Verbraucher für weniger bittere Biere nimmt die Hopfungsquote von Jahr zu Jahr ab (1995 lag sie noch bei 6,3 Gramm Alphasäure je Hektoliter).

 

Trotz der weltweit steigenden Bierproduktion nimmt der Bedarf an Alphasäure nur geringfügig zu. Da das Angebot derzeit die Nachfrage übersteigt, sind die durchschnittlichen Vertragspreise sowie die Preise auf dem freien Markt seit 2009 relativ niedrig.


Außenhandel

Die Europäische Union und insbesondere Deutschland bilden eine Drehscheibe für den Welthopfenmarkt. Die EU ist traditionell Nettoexporteur von Hopfen. In den vergangenen Jahren lag der Ausfuhrüberschuss bei etwa 20 000 Tonnen Hopfendoldenäquivalent. Hauptabnehmer ist Russland, gefolgt von den Vereinigten Staaten und Japan.

 

Bis auf ein Land sind alle Mitgliedstaaten der EU, die Hopfen erzeugen, Mitglied des CICH (Comité International pour la Culture du Houblon – Internationales Hopfenanbaubüro), das den Informationsaustausch zwischen den Erzeugern sowie zwischen den Erzeugern und den übrigen Beteiligten (Handel und Brauereien) fördern soll.

 

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