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Obst und Gemüse

Obst und Gemüse: Erzeugerorganisationen

Erzeugerorganisationen sind die wichtigsten Akteure in der Obst- und Gemüseregelung. 

Angesichts der stetig zunehmenden Nachfragekonzentration stärkt eine derartige Bündelung des Angebots die Marktstellung der Erzeuger.

Die Obst- und Gemüseregelung der EU unterstützt operationelle Programme anerkannter Erzeugerorganisationen durch Finanzhilfen für ihren Betriebsfonds.

In bestimmten Regionen werden für einen begrenzten Zeitraum Beihilfen für die Gründung von Erzeugergruppierungen gewährt. Diese Mittel dienen zur Finanzierung der für die Anerkennung dieser Gruppierungen als Erzeugerorganisationen erforderlichen Verwaltungs- und Investitionskosten.

Die Anerkennung von Branchenverbänden ist umso einfacher, je repräsentativer sie für die verschiedenen Teilbereiche des Obst- und Gemüsesektors sind und je aktiver sie sich für die Zielsetzungen der Regelung einsetzen.

 

Erzeugerorganisationen

Die Regelung sieht vor, dass die nationalen Behörden jede Erzeugergruppierung als Erzeugerorganisation anerkennen, sofern u. a. die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Freiwilligkeit;
  • Leisten eines Beitrags zu den allgemeinen Zielen der Regelung;
  • Nachweis der Nützlichkeit der Organisation durch den Umfang und die Effizienz der für die Mitglieder erbrachten Dienstleistungen.

Eine anerkannte Erzeugerorganisation kann einen Betriebsfonds zur Finanzierung ihres operationellen Programms einrichten. Dieser Fonds wird durch die Beiträge der Mitglieder (oder der Erzeugerorganisation selbst) und die Finanzhilfe der EU gespeist. Generell ist der EU-Beitrag auf 50 % des Gesamtbetrags des Betriebsfonds beschränkt. In bestimmten Fällen kann er jedoch auf 60 % erhöht werden.

In Regionen, in denen noch nicht viele Erzeugerorganisationen existieren, kann der Staat nationale Mittel bereitstellen, die über den Betriebsfonds hinausgehen. Unter bestimmten Umständen können diese Beihilfen von der EU teilweise erstattet werden.

Die einzelstaatlichen Behörden entwerfen eine nationale Strategie für nachhaltige operationelle Programme, in der festgelegt wird, welche Arten von Maßnahmen gefördert werden können.

Die operationellen Programme der Erzeugerorganisationen sind von den zuständigen nationalen Behörden zu genehmigen.

Sowohl die Programme als auch die nationalen Strategien werden von der Kommission auf der Basis gemeinsamer Leistungsindikatoren überwacht und bewertet.

Die Erzeugerorganisationen legen der für die nationale Strategie ihres Landes verantwortlichen Behörde Jahresberichte über die Durchführung ihrer operationellen Programme vor. Diese Jahresberichte sind zusammen mit den Beihilfeanträgen zu übermitteln.

Ebenso muss jedes Land der Kommission einen nationalen Jahresbericht über sämtliche Erzeugerorganisationen, Erzeugergruppierungen, Betriebsfonds, operationellen Programme und Anerkennungspläne vorlegen. Einzelheiten zum Berichtsformat finden Sie in den Länderinformationen.

Auf Ersuchen einer Erzeugerorganisation kann ein Mitgliedstaat innerhalb dieser Organisation festgelegte Vorschriften für einen begrenzten Zeitraum auf andere Erzeuger ausdehnen, die keine Mitglieder der Organisation, aber in dieser Region tätig sind.

Weitere Informationen über Erzeugerorganisationen pdf - 72 KB [72 KB] English (en)
Weitere Informationen über die mögliche Ausdehnung von Vorschriften einer Erzeugerorganisation auf Nichtmitglieder pdf - 28 KB [28 KB] English (en)  
Ausdehnung von derzeit geltenden Vorschriften von Erzeugerorganisationen und Zusammenschlüssen von Erzeugerorganisationen zip - 2 MB [2 MB]

  

Erzeugergruppierungen

Erzeugergruppierungen sind Zusammenschlüsse von Landwirten, die von der Regelung abgedeckte Erzeugnisse pdf - 82 KB [82 KB] English (en) anbauen und als Erzeugerorganisation anerkannt werden möchten.

Erzeugergruppierungen in Ländern, die der EU nach 2003 beigetreten sind, in den EU-Gebieten in äußerster Randlage angesiedelt sind oder bei denen es sich um kleinere Inseln in der Ägäis handelt, wird ein Übergangszeitraum (von max. fünf Jahren) zugestanden, um die Voraussetzungen für die Anerkennung als Erzeugerorganisation zu erfüllen.

Vor diesem Hintergrund unterbreiten die betreffenden Erzeugergruppierungen den nationalen Behörden einen gestaffelten Anerkennungsplan. Mit dessen Annahme geht eine vorläufige Anerkennung einher und der Übergangszeitraum beginnt.

Während dieses Übergangszeitraums können die Behörden den Gruppierungen Beihilfen für folgende Zwecke gewähren:

  • zur Gründung und Abdeckung der Verwaltungskosten,
  • zur Finanzierung eines Teils der für die Anerkennung erforderlichen Investitionen (und Umsetzung ihres Anerkennungsplans).

Diese Beihilfen können von der EU teilweise erstattet werden. Mit der Anerkennung der Erzeugergruppierung als Erzeugerorganisation werden diese Förderungen eingestellt.

Weitere Informationen über Erzeugergruppierungen pdf - 18 KB [18 KB] English (en)

 

Amendments to the rules on Producer Groups

On 3 April 2012, the Management Committee voted through certain amendments to the rules on Producer Groups български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv), in particular in order to stabilise spending. These included the introduction of a ceiling of EUR 10 Million per calendar year on EU expenditure for the recognition plans of new Producer Groups (i.e. those plans submitted after April 5, 2012), which does not apply to the 5 year plans of producer groups approved before that date (except where the PG had not yet committed itself financially or had not yet entered into legally binding arrangements with third parties). This amendment also includes ceilings on the EU contribution to aid to investments based on the value of the production marketed by a Producer Group: no ceiling in the first 2 years of implementation of the recognition plan, and a ceiling of 70%, 50% and 20% of the value of marketed production applies on the 3rd, 4th and 5th years, respectively.

Commission response to Polish petition on changes to producer group rules pdf - 10 KB [10 KB] English (en)

  

Branchenverbände

Die Mitgliedstaaten können alle auf ihrem Staatsgebiet im Obst- und Gemüsesektor tätigen juristischen Personen als Branchenverbände anerkennen, wenn

  • sie spezielle Tätigkeiten ausüben, die in einer oder mehreren Regionen des betreffenden Mitgliedstaats zur Erreichung der Ziele der Regelung beitragen und
  • in der bzw. den betreffenden Regionen ein wesentlichen Anteil der Erzeugung, Vermarktung und/oder Verarbeitung von Obst und Gemüse auf sie entfällt. Wenn ein Verband mehrere Regionen abdeckt, muss er für jeden angeschlossenen Teilbereich in allen betroffenen Regionen eine Mindestrepresentativität nachweisen.

Auf Ersuchen eines anerkannten Branchenverbands kann ein Mitgliedstaat einige der in diesem Verband beschlossenen Vorschriften (Vereinbarungen, Entscheidungen oder abgestimmte Verhaltensweisen) auf andere Betriebe in der Region bzw. den Regionen, in denen der Verband tätig ist, ausdehnen, auch wenn diese Betriebe keine Mitglieder des Verbands sind.

Weitere Informationen über Branchenverbände pdf - 22 KB [22 KB] English (en)
Weitere Informationen über die mögliche Ausdehnung von Vorschriften auf andere Betriebe pdf - 22 KB [22 KB] English (en)
Weitere Informationen über Vereinbarungen, Entscheidungen oder abgestimmte Verhaltensweisen von Branchenverbänden pdf - 16 KB [16 KB] English (en)
Ausdehnung von derzeit geltenden Vorschriften von Branchenverbänden zip - 98 KB [98 KB]

 

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