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Europas Landwirtschaft und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) – Häufig gestellte Fragen

Entwicklung des ländlichen Raums


Was bedeutet „Entwicklung des ländlichen Raums“?

Die Politik der EU zur Entwicklung des ländlichen Raums strebt danach, ein aktives Wirtschaftsleben auf dem Lande durch eine ausgeglichene Entwicklung ländlicher Räume zu ermöglichen. Dieser Aspekt ist ein Schwerpunkt der GAP.


Wer organisiert die ländliche Entwicklung?

Die Mitgliedstaaten führen Maßnahmen gemäß ihren spezifischen Bedürfnissen durch und verwalten ihre Programme selbst. Die EU trägt einen Teil der Kosten (sogenannte Kofinanzierung).


Wieviel kostet die ländliche Entwicklung? Woher kommt das Geld?

Der Haushalt 2007 bis 2013 für alle 27 Mitgliedstaaten umfasst 96 Milliarden Euro in aktuellen Preisen.

Die Finanzmittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Teile der Direktzahlungen an Landwirte werden im Rahmen der so genannten „Modulation“ nunmehr für die Entwicklung des ländlichen Raums verwendet.


Wie wird das Geld verwendet?

Mit dem Fonds für ländliche Entwicklung können sowohl landwirtschaftliche als auch andere Tätigkeiten gefördert werden, zum Beispiel:

  • Verbesserung des Breitbandzugangs,

  • Unterstützung kleiner Unternehmen,

  • Unterstützung der nahrungsmittelverarbeitenden Industrie,

  • Ausbau des Kinderbetreuungsangebots für Mütter aus ländlichen Gebieten, die auf den Arbeitsmarkt zurückkehren wollen.

Die EU-Länder setzen ihre eigenen Prioritäten für die ländliche Entwicklung, doch sie müssen mindestens 10 % der entsprechenden Haushaltsmittel für die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Land- und Forstwirtschaft, mindestens 25 % für die Verbesserung der Umwelt und der Landschaft und mindestens 10 % für die Diversifizierung des Wirtschaftslebens auf dem Land aufwenden.


Was haben die Landwirte davon?

Die Landwirte können Hilfe und Beratung über Landwirtschaft, Nahrungsmittelverarbeitung und Vermarktung erhalten.


Kann die Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums an verschiedene Regionen angepasst werden?

Jedes Land formuliert eine nationale Strategie für die ländliche Entwicklung, doch spezifische Programme können auch auf regionaler Ebene entworfen und durchgeführt werden.


Wodurch unterscheidet sich die Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums von der Regionalpolitik?

Die Regionalpolitik unterstützt zum größten Teil die am meisten benachteiligten Regionen der EU. Die Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums gilt für alle Regionen in allen EU-Ländern.

Die Politik zur ländlichen Entwicklung unterstützt heute nicht nur Landwirte, sondern auch andere Akteure in der ländlichen Wirtschaft, zum Beispiel Waldbesitzer, Landarbeiter, kleine Unternehmen, örtliche Nichtregierungsorganisationen usw.
 

Was ist „Leader“?

„Leader“ ist die französische Abkürzung für „Verbindungen zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Wie der Name schon sagt, geht es um die Verbesserung der ländlichen Wirtschaft durch die lokalen Gemeinschaften selbst, anstatt ihnen vorgefertigte Maßnahmen vorzulegen. Die Mitgliedstaaten müssen mindestens 5 % ihrer für ländliche Entwicklung vorgesehenen Mittel für Leader-Projekte aufwenden.


Kann die ländliche Entwicklung zum Umweltschutz beitragen?

Jedes Programm zur ländlichen Entwicklung muss Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der natürlichen Ressourcen und Landschaften der EU beinhalten.

Finanzmittel für die ländliche Entwicklung werden als Kompensation für Maßnahmen vergeben, die nicht nur die ländlichen Regionen der EU schützen und erhalten, sondern auch den Klimawandel bekämpfen. Beispiele dafür sind:

  • Erhalt der Wasserqualität,

  • nachhaltige Landbewirtschaftung,

  • Anpflanzung von Bäumen zur Vorbeugung von Erosion und Überschwemmungen.


 

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Grundlegende GAP-Fakten

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Letzte Aktualisierung: 15-06-2011