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Dieses Kapitel ist archiviert Die Erweiterung der Europäischen UnionHintergrund
Seit der Intensivierung des Erweiterungsprozesses im Jahr 1997 wurde die Heranführungsstrategie der EU durch die Beitrittspartnerschaften, die Teilnahme der Bewerberländer an den Gemeinschaftsprogrammen und die Tätigkeit im Rahmen der Europaabkommen verstärkt. Am 14. Juni 2000 werden mit Estland, Polen, Slowenien, der Tschechischen Republik, Ungarn und Zypern offizielle Verhandlungen im Bereich Landwirtschaft aufgenommen. Zur Vorbereitung der Landwirtschaft und der Nahrungs- und Genußmittelindustrie der Beitrittsländer auf den EU-Beitritt müssen funktionierende Märkte und adäquate Vertriebsstrukturen aufgebaut, die Pflanzenschutz- und Veterinärvorschriften verbessert und die entsprechenden Verwaltungs- und Kontrollstrukturen geschaffen werden. Das EU-Instrument Sapard (Special accession programme for agriculture and rural development = Heranführungsinstrument "Sonderaktion zur Vorbereitung auf den Beitritt in den Bereichen Landwirtschaft und ländliche Entwicklung") soll die Übernahme des Gemeinschaftsrechts [siehe Artikel 2 der [Verordnung (EG) Nr. 1268/1999 pdf] erleichtern. Darüber hinaus werden mit Sapard Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie zur Schaffung von Arbeitsplätzen und einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung in den ländlichen Gebieten der Bewerberländer unterstützt. Für das Heranführungsinstrument sind bis 2006 Haushaltsmittel in Höhe von 520 Mio. EUR (Wert 1999) jährlich vorgesehen. Für Zypern und Malta hat der Rat ein eigenes Finanzprogramm zur Vorbereitung auf den Beitritt beschlossen. Ausführlichere Informationen über weitere Heranführungshilfen sind auf der Webseite der Generaldirektion Erweiterung zu finden.
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