Navigationsleiste

Weitere Extras

Landwirtschaft und Umwelt

Landwirtschaft und Wasser

Die Gemeinsame Agrarpolitik unterstützt Investitionen, mit deren Hilfe Wasser gespart und die Bewässerungsinfrastrukturen und -methoden verbessert werden sollen. Außerdem setzt sie sich für den Schutz der Wasserqualität ein.

Die Landwirtschaft kann in verschiedener Form die chemische Zusammensetzung und auch die Menge des Grund- und Oberflächenwassers beinflussen.

Pestizidrückstände, Nährstoffe aus Düngemitteln oder Sedimente aus Bodenerosionen können die Wasserqualität verschlechtern.

Im Durchschnitt werden 44  % des gesamten Trinkwassers aus der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Europa für die Landwirtschaft verwendet. In südeuropäischen Ländern wird besonders viel Trinkwasser in der Landwirtschaft verbraucht. In der Regel sind es über zwei Drittel der Gesamtentnahme. In nordeuropäischen Staaten wird deutlich weniger Wasser für die Landwirtschaft verbraucht, weil weniger bewässert werden muss, doch auch hier kann der Trinkwasserverbrauch in einigen Regionen mehr als 30  % betragen.

Die Menge des für die Bewässerung erforderlichen Wassers hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • klimatische Bedingungen,
     
  • Art der Kulturpflanze,
     
  • Bodenbeschaffenheit,
     
  • Wasserqualität,
     
  • Anbaumethoden.

Durch Bewässerung kann die Produktivität einer Ackerkultur erhöht und das Risiko von Dürreperioden gesenkt werden, sodass auch ertragreichere Kulturen angebaut werden können. Allerdings bringt sie auch eine Reihe von ökologischen Problemen mit sich, zum Beispiel übermäßige Wasserentnahme aus unterirdischen Grundwasserspeichern, bewässerungsbedingte Erosion oder erhöhte Bodenversalzung.

Andererseits schaffen traditionelle Bewässerungssysteme vielfältige und interessante Landschaften, die wilden Tier- und Pflanzenarten Heimat bieten und von hohem kulturellen und historischen Wert sind.

Der Erhalt der Wasserqualität ist ein wichtiges Anliegen der Gemeinsamen Agrarpolitik. Das wichtigste Ziel ist, die Verunreinigung des Wassers durch landwirtschaftliche Tätigkeit zu vermeiden, vor allem durch den nachhaltigen Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln, um z. B. Verunreinigungen durch Nitrate zu verhindern.

Die wichtigsten GAP-Instrumente zur Förderung einer nachhaltigen Wasserwirtschaft sind Folgende:

  • Bestimmte Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums dienen der Förderung von Investitionen in die Bewässerungsinfrastrukturen oder -techniken, mit denen die Menge des entnommenen Wassers gesenkt werden soll, sowie der Verbesserung der Wasserqualität.
     
  • Der Rahmen für die Auflagenbindung („Cross-Compliance“) enthält Anforderungen an Wasserschutz und Wasserwirtschaft, die sich aus der Durchführung der Richtlinien für Grundwasser und Nitrate sowie aus den Vorschriften für die Erhaltung von Flächen in gutem landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand (GLÖZ) ergeben.
     
  • Auf EU-Ebene spielt die Wasserrahmenrichtlinie eine entscheidende Rolle beim Erhalt der Wasserqualität und der Sicherung der Wasserversorgung. Mit dieser Richtlinie werden die Mitgliedstaaten verpflichtet, bis spätestens Ende 2009 Bewirtschaftungspläne für Flusseinzugsgebiete vorzulegen und zu gewährleisten, dass durch eine entsprechende Preispolitik Anreize geschaffen werden, Wasserressourcen effizient zu nutzen (bis spätestens Ende 2010).
     
  • Zahlungen gemäß Artikel 38 der Verordnung über die Förderung des ländlichen Raums  werden zur Durchführung der Wasserrahmenrichtlinie beitragen.

Die EU legt ferner Bestimmungen fest, um die Wasserqualität hinsichtlich des Nitrat- und Pestizidgehalts zu wahren.

Außerdem gibt es mehrere umweltpolitische EU-Initiativen zur Förderung des Gewässerschutzes, zum Beispiel:

Feedback

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

JaNein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?