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Landwirtschaft und Umwelt

Landwirtschaft und Bodenschutz

Die gemeinsame Agrarpolitik trägt zum Schutz des Bodens vor Erosion und zum Erhalt der organischen Bodensubstanz und Bodenstruktur bei.

Wüstenbildung, Erosion, Verringerung der organischen Bodensubstanz, Bodenverunreinigung (z. B. durch Schwermetalle), Bodenverdichtung und Versalzung können den ökologischen Zustand und damit auch die Produktivität des Bodens verringern.

Ein solcher Niedergang kann auf unsachgemäße landwirtschaftliche Bewirtschaftungsmethoden wie Überdüngung, Verschwendung von Grundwasser bei der Bewässerung, falschen Einsatz von Pestiziden, zu schwere Maschinen oder Überweidung zurückgeführt werden.

Ein anderer Grund für die Verschlechterung der Bodenqualität ist die Aufgabe bestimmter Ackerbaumethoden. So führte die stärkere Spezialisierung auf den Ackerbau zum Beispiel oft dazu, dass der traditionelle Fruchtwechselanbau nicht eingehalten und die Gründüngung, d. h. das Unterpfügen von grünen Leguminosen in den Boden, abgeschafft wurden. Diese Praktiken halfen, organische Bodensubstanz zurückzugewinnen.

Die Gemeinsame Agrarpolitik trägt dazu bei, Bodenverschlechterung zu verhindern oder zumindest zu reduzieren. Vor allem Agrarumweltmaßnahmen tragen dazu bei,

  • organische Materie im Boden wiederaufzubauen,
     
  • die biologische Vielfalt des Bodens zu verbessern,
     
  • Erosion, Kontaminierung und Verdichtung des Bodens entgegenzuwirken.

Auch die Auflagenbindung (Cross-Compliance), vor allem die Verpflichtung, landwirtschaftliche Nutzfläche in gutem Bewirtschaftungs- und Umweltzustand zu erhalten, kann eine wichtige Rolle für den Schutz der Bodenbeschaffenheit spielen.

Die Europäische Kommission nahm 2006 eine thematische Strategie für den Bodenschutz an. Dazu gehörte auch ein Vorschlag für eine Bodenrahmenrichtlinie български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv), die Folgendes zum Ziel hatte:

  • Erhalt der Funktionen des Bodens,
     
  • Verhinderung der Bodenverschlechterung,
     
  • die Regeneration geschädigter Böden.  

Die thematische Strategie und der begleitende Vorschlag für eine Bodenrahmenrichtlinie wurden 2006 an die anderen europäischen Organe für die weiteren Schritte im Entscheidungsprozess gesandt. Auf der Tagung des Umweltrats am 20. Dezember 2007 konnten sich die Mitgliedstaaten nicht auf eine gemeinsame Position zum Vorschlag der Kommission einigen. Die Diskussionen dauern an.

Genauere Informationen über die EU-Strategie für den Bodenschutz sind auf den Internetseiten über die Entwicklung einer Bodenpolitik zu finden.

Auf Anfrage des Europäischen Parlaments führte die Europäische Kommission ein Pilotprojekt mit dem Thema „Nachhaltige Landwirtschaft und Erhaltung der Böden durch vereinfachte Anbaumethoden“ durch.

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