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Kasten 5: MASSNAHMEN ZUR REDUZIERUNG DER AMMONIAKEMISSIONEN AUS DER TIERHALTUNG

Es gibt je nach Emittent und Managementpraktiken verschiedene Methoden zur Reduzierung der Ammoniakemissionen. Bei allen Methoden muß sichergestellt sein, daß der gesamte fixierte Stickstoff pflanzenverfügbar ist und keine Umweltprobleme wie Stickstoffauswaschung oder Stickoxidemissionen verursacht. Die Methoden können allerdings mit erheblichen Mehrkosten und zusätzlichem Aufwand verbunden sein.

Die gängigsten Maßnahmen zur Reduzierung der Ammoniakemissionen aus der Tierhaltung:

  • Besonders häufig angewandt werden emissionsmindernde Ausbringtechniken. Dazu gehören das Tränken der Grasnarbe und die Injektion von Gülle (Grünland) oder das Unterpflügen unmittelbar nach dem Ausbringen des tierischen Düngers auf Ackerflächen1. Bei sorgfältiger Anwendung kann durch eine Methode wie die Injektionsdüngung die Ammoniakemission von Grünland um ca. 80% im Vergleich zur Ausbringung auf den Flächen reduziert werden. Injektionstechniken eignen sich jedoch nicht für steinige Böden und in Hanglagen und auch nicht bei jedem Wetter. Zudem kann bei tiefer Injektion die Nitratauswaschung aus dem Boden zunehmen, wenn die Düngermenge nicht auf den fixierten Stickstoff abgestimmt ist.
    • Durch Abdecken des Gülletanks mit einem festen Deckel können die Ammoniakemissionen um 80% reduziert werden. Die auf der Rindergülle entstehende Kruste ist weniger effektiv zur Reduzierung der Emissionen (etwa 50%).
    • Andere Aufstallungssysteme - dazu gehört das stetige Abführen des Rinderharns aus den Boxen, die Regulierung der Temperatur von Schweinemist im Stall auf unter 15°C, das Bandtrocknen des Kots von Legehennen im Hühnerstall und das Trocknen des Kots von Masthähnchen im Gebäude. Durch diese Methoden können die Emissionen um mindestens 50% reduziert werden. Sie sind allerdings relativ teuer. Bisher werden solche Ansätze, die sorgfältig gesteuert werden müssen, wenn sie Erfolg haben sollen, auch noch nirgends gesetzlich gefördert.
    • Durch eine bessere Abstimmung des Proteingehalts im Futter auf den Proteinbedarf der Tiere verringert sich der Stickstoffausstoß. Zwar ist die Reduzierung der Ammoniakemissionen, die hierdurch zu erreichen ist, geringer als durch andere Aufstallungssysteme, doch dafür ist diese Maßnahme billiger.
    Quelle: CORINAIR 94, Methodology