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Landwirtschaft und Umwelt

Landwirtschaft und Nitrate

EU-Rechtsvorschriften über Nitrate sollen die Verunreinigung von Wasser durch Nitrate aus der Landwirtschaft senken und weitere Verschmutzung verhindern.

In der Landwirtschaft ging der Trend zur stets weiteren Intensivierung und Produktivitätssteigerung während der letzten fünfzig Jahre mit einem erheblichen Anstieg des Einsatzes stickstoff- und phosphathaltiger Mineraldünger einher. Dies führte zu einer übermäßigen Erhöhung des Nitrat- und Phosphatgehalts in den Gewässern und zu deren Eutrophierung (unerwünschte Zunahme von Nährstoffen).

Im Zeitraum 2000 bis 2003 wurde ein allmählicher Rückgang des Düngemittelverbrauchs verzeichnet, was auf politische Maßnahmen im Bereich Landwirtschaft und Umwelt zurückzuführen ist.

Die Gemeinsame Agrarpolitik kann die Senkung des Nitratgehalts im Wasser durch folgende Maßnahmen unterstützen:

  • Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums – insbesondere Agrarumweltmaßnahmen, Unterstützung für Investitionen in die Lagerung von Viehdung und in die Fortbildung,
     
  • Cross-Compliance (Auflagenbindung), z. B. die Nitratrichtlinie, Schaffung von Pufferzonen entlang Wasserläufen, und
     
  • Programme für Obst und Gemüse.

1981 wurde die EU-Nitratrichtlinie български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv) mit zwei Hauptzielen eingeführt:

  • Senkung der Wasserverschmutzung durch Nitrate aus der Landwirtschaft,
     
  • Verhinderung weiterer Verschmutzung.

Die Richtlinie wird von den Mitgliedstaaten umgesetzt und beinhaltet Folgendes:

  • Überwachung der Wasserqualität in Bezug auf landwirtschaftliche Tätigkeiten,
     
  • Ausweisung nitratgefährdeter Zonen,
     
  • Festlegung (freiwilliger) Verhaltenskodizes für empfehlenswerte landwirtschaftliche Methoden und (obligatorischer) Maßnahmen, die in Aktionsprogrammen für nitratgefährdete Zonen durchgeführt werden müssen.

Für nitratgefährdete Zonen sind in der Richtlinie 170 kg Stickstoff pro Hektar aus Viehdung als Jahreshöchstwert festgelegt.

Die Verhaltensregeln für gute landwirtschaftliche Praxis umfassen

  • Ausbringungszeiträume,
  • Einsatz von Düngemitteln in der Nähe von Wasserläufen und geneigten Flächen,
  • Methoden der Dunglagerung,
  • Ausbringungsverfahren und Fruchtwechsel sowie
  • weitere Bewirtschaftungsmaßnahmen.

Aktionsprogramme müssen obligatorische Maßnahmen zu folgenden Aspekten enthalten:

  • Zeiträume, in denen das Ausbringen bestimmter Düngemittelarten verboten ist,
  • Fassungsvermögen von Behältern zur Dunglagerung,
  • Begrenzung des Ausbringens von Düngemitteln (an steilen Hängen, auf wassergesättigtem, überschwemmtem, gefrorenem oder schneebedecktem Boden, in der Nähe von Wasserläufen) sowie
  • andere Maßnahmen, die in den Verhaltensregeln für die gute landwirtschaftliche Praxis in der Landwirtschaft aufgeführt sind.

Mehreren Mitgliedstaaten wurde eine Sonderregelung eingeräumt, nach der sie mehr als 170 kg/ha/Jahr Stickstoff aus Viehdung ausbringen können. Diesen Ausnahmen lagen objektive Kriterien zugrunde, sodass die allgemeinen Ziele der Richtlinie nicht gefährdet sind.

Die Nitratrichtlinie gehört zu den im Rahmen der Auflagenbindung (Cross-Compliance) obligatorischen Grundanforderungen an die Betriebsführung. Der EU-Rat kam außerdem am 20. November 2008 zu einer politischen Einigung über den so genannten Gesundheitscheck der GAP. Im Rahmen dieser Einigung wird die mit der Cross-Compliance verbundene Anforderung an den guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand durch die Anforderung der Einrichtung von Pufferzonen entlang Wasserläufen ergänzt. Dadurch sollen Abspülung oder Auswaschen von Nitraten in Oberflächen- und Grundwasser verringert werden.

Genauere Informationen finden Sie auf den Internetseiten über die Durchführung der Nitratrichtlinie.

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