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Landwirtschaft und Umwelt

Agrarumweltmaßnahmen

Im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen erhalten Landwirte finanzielle Unterstützung, wenn sie sich freiwillig zum Schutz der Umwelt und zum Erhalt der Landschaften verpflichten.

Agrarumweltmaßnahmen sind unerlässlich für die Integration von Umweltfragen in die Gemeinsame Agrarpolitik. Sie sind dazu bestimmt, Landwirte zu ermuntern, auf ihrem Land die Umwelt zu schützen und zu verbessern, indem sie für die dazu erforderliche Arbeit entlohnt werden.

Landwirte können sich verpflichten, mindestens fünf Jahre lang umweltfreundliche landwirtschaftliche Arbeitsmethoden anzuwenden, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen. Im Gegenzug erhalten sie Zahlungen, die einen Ausgleich für zusätzliche Kosten und Einkommensverluste darstellen, welche auf die Anwendung umweltfreundlicher Arbeitsmethoden gemäß den Bestimmungen der Agrarumweltverträge zurückzuführen sind.

Agrarumweltmaßnahmen sind wichtig, um der gesellschaftlichen Forderung nach konkreten Umweltschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft entgegenzukommen. Extensive Landwirtschaft, vielfältige Landschaften, umweltfreundliche Agrartechniken, die an die Bedürfnisse der einzelnen Regionen angepasst sind, oder auch eine extensive Weidewirtschaft sind von hohem Wert. Zahlungen im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen ermutigen die Landwirte, umweltfreundliche landwirtschaftliche Tätigkeiten oder Produktionsintensitäten anzustreben, mit denen oft nicht die höchsten Erträge erwirtschaftet werden können.

Einige Beispiele für Verpflichtungen im Rahmen der nationalen oder regionalen Agrarumweltregelungen:

  • umweltfreundliche Extensivierung der landwirtschaftlichen Tätigkeit,
     
  • Weidewirtschaft mit geringer Intensität,
     
  • integrierte landwirtschaftliche Betriebsführung und ökologischer Landbau,
     
  • Erhalt der Landschaft und historisch entstandener Landschaftsmerkmale wie Hecken, Gräben und Kleingehölze,
     
  • Erhaltung ökologisch wertvoller Lebensräume und der dazugehörigen Artenvielfalt.

Agrarumweltmaßnahmen können auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene entworfen werden, sodass sie an einzelne landwirtschaftliche Systeme und Umweltbedingungen angepasst sind. Das macht sie zu einem idealen Werkzeug zum Erreichen von Umweltzielen.

Agrarumweltmaßnahmen werden von den Mitgliedstaaten kofinanziert. Die EU-Ausgaben für Agrarumweltmaßnahmen werden für den Zeitraum 2007 – 2013 auf fast 20 Milliarden Euro veranschlagt, das sind 22 % der Ausgaben für die ländliche Entwicklung.

Agrarumweltregelungen wurden zum ersten Mal in den 80er Jahren in die EU-Agrarpolitik eingeführt und konnten von den Mitgliedstaaten freiwillig umgesetzt werden. Seit 1992 ist die Anwendung von Agrarumweltprogrammen für die Mitgliedstaaten im Rahmen ihrer Pläne für die ländliche Entwicklung verpflichtend, für die Landwirte hingegen bleibt sie weiterhin freiwillig.

Die Rechtsvorschriften, die den Agrarumweltmaßnahmen zugrunde liegen, finden Sie in Artikel 39 Absatz 3 der Verordnung Nr. 1698/2005 български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv). In diesem Dokument sind die Referenzniveaus für die Agarumweltmaßnahmen festgelegt. Bis zu diesen Werten gilt das Verursacherprinzip.

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