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Landwirtschaft und Umwelt

Landwirtschaft und Landschaft

Die Tätigkeiten landwirtschaftlicher Betriebe tragen wesentlich zur Gestaltung ländlicher Regionen bei und schaffen Lebensräume für wilde Tiere und Pflanzen. In vielen Regionen sind die mit wertvollen Landschaften einhergehenden Anbau- und Flächenverwaltungsmethoden gefährdet.

Die Landwirtschaft ist der größte Landnutzer und aus diesem Grund optisch sehr präsent, sodass oft „ländlich“ mit „landwirtschaftlich“ gleich gesetzt wird. Überall in der EU wurde durch landwirtschaftliche Landverwaltung eine große landschaftliche Vielfalt geschaffen, darunter Wälder, Feuchtgebiete und weite, offene Räume.

Zwar hat in der Vergangenheit die Landwirtschaft zur Gestaltung der Landschaft beigetragen, doch ebendiese landwirtschaftlichen Tätigkeiten verloren ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die GAP unterstreicht die Bedeutung des Erhalts der Agrarlandschaften, da

  • traditionelle landwirtschaftliche Landschaften Teil unseres Kultur- und Naturerbes sind,
     
  • die ökologische Integrität und die Schönheit der Landschaften ländliche Gebiete für Unternehmensgründungen, als Wohnorte, für den Tourismus und die Erholungsindustrie attraktiv machen.

Die ökologische Integrität einer Landschaft trägt ganz wesentlich zu ihrer Attraktivität und ihrem Wert bei. Das vor Kurzem etablierte Konzept der Land- und Forstwirtschaft von hohem Naturschutzwert erkennt den Zusammenhang zwischen bestimmten landwirtschaftlichen Tätigkeiten und Naturschätzen an, zum Beispiel große Artenvielfalt oder die Präsenz von Arten und Lebensräumen, deren Erhalt bedroht ist.

Zu den häufig mit dem Erhalt und der Verbesserung der biologischen Vielfalt verbundenen landwirtschaftlichen Praktiken gehören Weide- oder Heuwirtschaft mit geringer Intensität in naturnaher Vegetation.

Doch auch intensiver bewirtschaftete Agrarlandschaften können der Artenvielfalt förderlich sein, da bestimmte Bereiche des Agrarlandes als Nestbau- und Brutplätze, Nahrungsmittelquellen und Korridore für Zugvögel dienen.

Es gibt auch Beispiele für vollständig intensiv bewirtschaftete Agrarregionen, in denen große Populationen von Arten mit hoher Bedeutung für das Ökosystem erhalten werden.

Die ökologischen Werte der durch die Verwaltung landwirtschaftlicher Flächen entstandenen Landschaften haben die Eigenschaften von Kollektivgütern. Für deren Bereitstellung sind politische Maßnahmen erforderlich, zu denen vor allem Agrarumweltmaßnahmen gehören.

Maßnahmen  wie Ausgleichsbeihilfen für benachteiligte Gebiete oder Direktzahlungen gewährleisten ebenfalls den Erhalt der Landwirtschaft – auch wenn sie nicht direkt auf Umweltziele ausgerichtet sind.

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