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28/02/2013

Das Schulmilchprogramm

Das europäische Schulmilchprogramm regt Kinder dazu an, Milchprodukte zu konsumieren und sich ausgewogen zu ernähren. Es erfüllt eine erzieherische Funktion, denn es fördert die Entwicklung guter Ess- und Ernährungsgewohnheiten, die ein Leben lang erhalten bleiben. Mit dem europäischen Schulmilchprogramm stellt die Europäische Union Schulen und anderen Bildungseinrichtungen Zuschüsse bereit, damit den Schülern ausgewählte Milch und Milchprodukte angeboten werden können. Eng damit verbunden ist das vorgeschlagene EU-Schulobstprogramm, das Schulkinder kostenlos mit Obst und Gemüse versorgen soll. So engagiert sich die Europäische Union für die Gesundheit der Jugend.

Im Schuljahr 2007/2008 verteilte das Schulmilchprogramm knapp 300.000 Tonnen Milch an Schulen in 27 Mitgliedstaaten. Die Europäische Union stellte über 55 Millionen Euro an Zuschüssen bereit. Wie findest Du heraus, ob Deine Schule an dem Programm teilnimmt? Jeder Teilnehmer muss in der Eingangshalle ein Plakat aushängen, aus dem ersichtlich wird, dass die Schule Zuschüsse im Rahmen des europäischen Schulmilchprogramms erhält. Oder Du siehst im Internet nach, die in Deinem Land für die Umsetzung des EU-Schulmilchprogramms zuständige Behörde veröffentlicht auf ihrer Website eine Liste der Schulen, die in den Genuss der Fördermittel kommen.

Am 11. Juli 2008 hat die Europäische Kommission das Schulmilchprogramm ausgedehnt. Die förderfähige Produktpalette wurde erweitert; außerdem haben jetzt weiterführende Schulen den gleichen Zugang zum Programm wie Grund- und Vorschulen.

Die neuen Richtlinien des Programms treten im Schuljahr 2008/2009 in Kraft. Schulen und Schüler haben damit eine viel größere Auswahl an Milchprodukten. Auf der Liste stehen neben der Milch in allen Geschmacksvariationen ein größeres Käsesortiment (einschließlich fettarmer Käsesorten) sowie fermentierte Milchprodukte wie Buttermilch. Mit Obst gemischte Milchprodukte und Fruchtsäfte geben dem Schüler noch köstlichere, gesunde Wahlmöglichkeiten. Eine vollständige Liste der in dem Programm enthaltenen Produkte finden Sie unter dem Abschnitt Informationen für Antragsteller.

Die Mitgliedstaaten sind berechtigt, das Schulmilchprogramm auf Landesebene anzupassen. Damit entscheidet jeder Mitgliedstaat selbst darüber, welche Produkte aus der EU-Liste in seinem Land über das Programm bezuschusst werden. Möglich sind auch weitere Beschränkungen im Hinblick auf die Inhaltsstoffe der Milch oder der Milchprodukte, die im Rahmen des Subventionsprogramms angeboten werden – zum Beispiel eine Begrenzung des zulässigen Fettgehalts. Darüber hinaus können die EU-Fördermittel in jedem Mitgliedstaat durch zusätzliche Gelder aufgestockt werden.

Wenn Sie mehr über die zur Verfügung stehenden Fördermittel und die in Ihrem Land im Rahmen des Schulmilchprogramms angebotenen Milchprodukte erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an die nationale Umsetzungsbehörde Ihres Landes.

Das Schulmilchprogramm