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Baumwolle

Baumwolle

Baumwolle wird voe allem für ihre Fasern angebaut.  Aus Baumwollsaat wird jedoch auch Öl zu Nahrungsmittelzwecken und Saatkuchen für Tierfutter hergestellt.  Auf Europa entfallen lediglich 1 % der weltweiten Baumwollproduktion. Die beiden wichtigsten Anbauländer in der EU sind Griechenland und Spanien.

Baumwolle ist eine hauptsächlich für ihre Fasern angebaute Ackerkultur. Die Baumwollsaat, die nach dem Entkörnen übrig bleibt, wird für die Herstellung von Öl für den menschlichen Verzehr oder für Ölsaatkuchen für Tierfutter verwendet.


Derzeit wird Baumwolle lediglich in drei EU-Mitgliedsländern auf ca. 300 000 ha Fläche angebaut. Griechenland ist mit 80 % der europäischen Anbaufläche der wichtigste Baumwollerzeuger, gefolgt von Spanien (vor allem Andalusien) mit einem Anteil von 20 %.  In Bulgarien wird Baumwolle auf weniger als 1000 ha angebaut. In Italien wurde der Baumwollanbau 1991, in Portugal 1996 eingestellt.


Obwohl Baumwolle wertmäßig weniger als 2 % der landwirtschaftlichen Erzeugung in der EU ausmacht, ist sie in den beiden Haupterzeugungsländern von großer regionaler Bedeutung.


Nach der letzten Reform im Baumwollsektor sank die EU-Erzeugung von entkörnter Baumwolle auf einen Stand ähnlich demjenigen Mitte der 80er Jahre.


Für 2013 wird die Baumwollerzeugung der EU auf weniger als 300 000 t geschätzt, was nur 1 % der weltweiten Baumwollerzeugung entspricht.


Mit 230 000 t steht Griechenland für 85 % der EU-Erzeugung, Spanien für die restlichen 15 % (40 000 t).


Die Einfuhren von Baumwolle nach Europa sind in den letzten 10 Jahren stark gesunken:  2002 waren es noch 870 000 t verglichen mit 132 000 t im Jahr 2012.


Die EU-Ausfuhren hingegen blieben im selben Zeitraum relativ stabil. Sie liegen bei ungefähr 250 000 t pro Jahr.


Der EU-Markt ist vollständig offen für Baumwolle, da keinerlei Einfuhrzölle oder Ausfuhrsubventionen angewandt werden.

 

EU-Baumwollpolitik

Als Griechenland 1981 der Europäischen Gemeinschaft beitrat, wurde eine Beihilferegelung für Baumwolle eingeführt. Seither wurde die europäische Baumwollpolitik mehrfach reformiert, zum letzten Mal 2006.


2004 und 2006 wurde die Unterstützung für Baumwolle größtenteils von der Produktion entkoppelt und in die Betriebsprämienregelung integriert.


Das bis dahin gültige System der Ausgleichszahlungen wurde durch eine Unterstützung in Form einer Kombination von entkoppelten Direktzahlungen (65 % der Gesamtbeihilfen im Rahmen der früheren Unterstützungsregelung) und kulturspezifischen Beihilfen (35 %) ersetzt.


Die derzeitige Regelung soll einen wettbewerbsfähigen, nachhaltigen und marktorientierten Baumwollsektor fördern und gleichzeitig „die Baumwollproduktion in Regionen der Gemeinschaft unterstützen, in denen diese Erzeugung für die Landwirtschaft von Bedeutung ist“.


Genau wie andere Landwirte haben Baumwollanbauer Anspruch auf Direktzahlungen, wenn sie strenge Auflagen hinsichtlich Umwelt- und Tierschutz sowie Lebensmittelsicherheit erfüllen („cross compliance“). Außerdem können sie anbauen, was sie für richtig halten.


Das System der Direktzahlungen macht es für die Baumwollanbauer einfacher, die Ackerkulturen oder Produktionsweisen entsprechend den Marktentwicklungen zu wechseln.


Überdies gewährt die EU einige kulturspezifische Beihilfen für Baumwolle, wenn auch auf eine bestimmte Fläche pro Mitgliedstaat begrenzt.


Um diese Beihilfe zu erhalten, dürfen Landwirte die Baumwolle nur auf der Fläche anbauen, die von den Mitgliedstaaten für diesen Zweck bereitgestellt wird, und sie müssen dabei die zugelassenen Saatgutsorten verwenden sowie eine Mindestqualität für die tatsächliche Baumwollernte garantieren.


Ziel der kulturspezifischen Beihilfen ist die Verhinderung der Aufgabe der Erzeugung in den Regionen, in denen Baumwolle für die ländliche Wirtschaft von Bedeutung ist.


Pro Jahr können maximal 302 000 Hektar durch kombinierte Beihilfen gefördert werden.  Davon liegen 250 000 Hektar in Griechenland und 48 000 Hektar in Spanien.


Um dafür zu sorgen, dass der EU-Baumwollsektor wirtschaftlich tragfähig bleibt, wurde 2009 ein Umstrukturierungsprogramm eingeleitet, mit dem folgende Maßnahmen unterstützt werden:

  • Abbau der Entkörnungsanlagen,
  • Investitionen in die Entkörnungsindustrie,
  • Teilnahme der Landwirte an Baumwollqualitätsregelungen,
  • Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen,
  • Beihilfe für Maschinenverleihfirmen.

 

 

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