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Finanzierung der GAP

Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik

Die Europäische Union unterstützt die Einkommen der Landwirte durch Direktzahlungen. Die Landwirte müssen im Gegenzug nicht nur ihrer landwirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen, sondern auch bestimmte Standards hinsichtlich Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz, Wohlergehen der Tiere und Landschaftspflege aufrechterhalten.

Die Finanzierung der ländlichen Entwicklung zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft zu steigern, Umwelt und Landschaften zu schützen, die Lebensqualität im ländlichen Raum zu verbessern, die Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft voranzutreiben und gebietsbezogene Konzepte für die ländliche Entwicklung zu fördern.

Wichtige Finanzierungsquellen

Die Agrarausgaben werden aus zwei Fonds finanziert, die Teil des Gesamthaushaltsplans der EU sind: aus dem Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) werden die Direktzahlungen an Landwirte und Maßnahmen zur Regulierung der Agrarmärkte finanziert, und aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) werden die Programme der Mitgliedstaaten zur Entwicklung des ländlichen Raums kofinanziert.


Der EGFL und der ELER werden in geteilter Mittelverwaltung zwischen den Mitgliedstaaten und der Union umgesetzt. Das bedeutet unter anderem, dass die Kommission nicht direkt ihre Beihilfen an die Empfänger auszahlt – diese Aufgabe nehmen die Mitgliedstaaten wahr.

 

Direktzahlungen und Marktmaßnahmen

Direktzahlungen

Wenn Sie Landwirt oder Landbewirtschafter sind, können Sie sehr wahrscheinlich Direktzahlungen erhalten, die häufigste Form der EU-Finanzierung in der Landwirtschaft. Das System der Direktzahlungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik beruht vor allem auf der Betriebsprämienregelung und der Flächenzahlungsregelung. Dies bedeutet, dass die Beihilfen nicht mehr wie in der Vergangenheit von der Höhe der Produktion Ihres Betriebs oder der Anzahl der Tiere abhängen (Entkopplung).


Die Direktzahlungen dienen der Aufstockung der landwirtschaftlichen Einkommen. Die Landwirte müssen im Gegenzug Landwirtschaft betreiben und bestimmte Standards hinsichtlich Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz, Wohlergehen der Tiere und Landschaftspflege aufrechterhalten. 


Für die Direktzahlungen sind die von den nationalen Behörden benannten Zahlstellen zuständig.


>> Mehr zu Direktzahlungen

 

Unter bestimmten Bedingungen können die Mitgliedstaaten den Wert der produktionsentkoppelten Direktzahlungen reduzieren und beschließen, die Beihilfen anhand der Produktion oder der Anzahl der Tiere in einem Betrieb zu berechnen.

 

Marktmaßnahmen

Für einige Produkte wurden spezifische Beihilfesysteme eingerichtet.


Ziel der Marktverwaltung ist es, die Marktorganisation zu unterstützen und Marktstörungen durch Interventionskäufe, Beihilfen für private Lagerhaltung, Ausfuhrerstattungen oder andere außergewöhnliche Marktmaßnahmen auszugleichen.  


Für die Marktmaßnahmen sind die von den nationalen Behörden benannten Zahlstellen zuständig.

 

Entwicklung des ländlichen Raums

Im Rahmen der EU-Politik für die Entwicklung des ländlichen Raums 2014–2020 wird die EU 95 Milliarden Euro für Investitionen in den Mitgliedstaaten bereitstellen. Die Ziele:

  • Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft,
  • Gewährleistung einer nachhaltigen Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen,
  • Bekämpfung des Klimawandels,
  • Erreichung einer ausgewogenen räumlichen Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und der ländlichen Gemeinschaften, Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen.


>> Mehr zur Politik für die Entwicklung des ländlichen Raums 2014–2020 български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv)


Die EU-Mittel für die Entwicklung des ländlichen Raums werden im Rahmen von Programmen vergeben, für deren Verwaltung die nationalen Regierungen zuständig sind. Die Regierungen bestimmen die Verwaltungsbehörden, die mit der Projektverwaltung betraut sind und die die potenziellen Empfänger über die verfügbaren EU-Fördermittel, die Antragsverfahren und die geltenden Vorschriften aufklären.

 

Antragstellung

Bitte wenden Sie sich an das Landwirtschaftsministerium Ihres Landes.

 

>> Links zu den Internetauftritten der Landwirtschaftsministerien

 

Weitere Finanzierungsquellen

Das einzige, von der Kommission zentral verwaltete Förderschema hat den Titel „Informationsmaßnahmen im Bereich der gemeinsamen Agrarpolitik“.

 

>> Mehr zu den Informationsmaßnahmen im Bereich der GAP

 

Abgesehen von Zuschüssen im Rahmen von Aufrufen zur Einreichung von Vorschlägen vergibt die Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung auch Dienstleistungsverträge. Dies erfolgt in Form von Ausschreibungen.

 

>> Mehr zu Ausschreibungen English (en)