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Klimawandel

Landwirtschaft und Klimawandel

Die Landwirtschaft ist dem Klimawandel besonders ausgesetzt, denn landwirtschaftliche Tätigkeiten sind stark witterungsabhängig. Andererseits trägt die Landwirtschaft auch zur Emission von Treibhausgasen in die Atmosphäre bei. Sie kann jedoch gleichzeitig an der Lösung des weltweiten Klimaproblems mitwirken.

Wie wird sich der Klimawandel auf die Landwirtschaft in der EU auswirken?

 

Der Klimawandel ist eine traurige Tatsache und wird sich auf die EU – und vor allem auf ihre Landwirtschaft – auswirken:

  • Weniger jährliche und saisonale Niederschläge werden in vielen Regionen zu einem großen Problem werden,
  • in der gesamten EU wird es mehr Hitzewellen, Dürreperioden, Stürme und Überschwemmungen geben.

Zwar könnten einige Klimaveränderungen in Nordeuropa durchaus positive Auswirkungen haben, doch die meisten werden negativ sein und Regionen betreffen, die ohnehin mit Umweltproblemen zu kämpfen haben. Vor allem in den südlichen und südöstlichen Regionen wird die Landwirtschaft leiden (siehe Karte).

Laut dem Weltklimarat (IPCC) werden die schlimmsten Auswirkungen erst 2050 zu spüren sein, doch auch kurzfristig können negative Folgen aufgrund extremerer Witterungsbedingungen auftreten.

>> Zur IPPC-Website

2007 hat die EU eine Untersuchung  über die Auswirkungen des Klimawandels auf verschiedene agroklimatische Zonen in Europa und über mögliche Gegenmaßnahmen durchgeführt.

>> Lesen Sie die Untersuchung

 

Voraussichtliche Auswirkungen des Klimawandels auf verschiedene Regionen der EU

Projected impacts from climate change in different EU regions

 

Im April 2009 präsentierte die Europäische Kommission das Weißbuch "Anpassung an den Klimawandel". Das Dokument gibt einen europäischen Aktionsrahmen zur Verbesserung der Widerstandskraft Europas gegenüber dem Klimawandel vor und verweist auf die Notwendigkeit, die Anpassungsfrage in alle wichtigen EU-Politiken einzubeziehen und die Zusammenarbeit auf allen Ebenen der Regierungsführung zu verstärken.

>> Lesen Sie die Pressemitteilung

>> Fragen und Antworten zum Weißbuch

>> Lesen Sie das Weißbuch български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv)

 

Ergänzend zum Weißbuch gibt der Bericht "Anpassung an den Klimawandel: Eine Herausforderung für die Landwirtschaft und ländliche Gebiete in Europa" eine Übersicht über die wichtigsten Auswirkungen des Klimawandels auf die europäische Landwirtschaft. Es werden Anpassungserfordernisse geprüft, die Folgen für die GAP dargelegt sowie mögliche Orientierungen für künftige Maßnahmen erforscht, und die Mitgliedstaaten und der Bauernstand sollen stärker in eine Debatte über die sich aus den klimatischen Belastungen ergebenden Anpassungserfordernisse und eine diesbezügliche Aktion eingebunden werden..

>> Lesen Sie den Bericht: Text български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv) - Anhang pdf - 6 MB [6 MB] English (en)   - "Kurz und knapp" pdf - 2 MB [2 MB] English (en)

 

Das Arbeitsdokument der Kommissionsdienststellen "Die Rolle der Landwirtschaft bei der Eindämmung der Auswirkungen des Klimawandels"  konzentriert sich auf Treibhausgasemissionen und deren Entwicklung in der EU Landwirtschaft, und auf Möglichkeiten, um diese zu reduzieren. Es bereitet auch einen Überblick über die derzeit verfügbaren Instrumente der GAP, die eine Minderung des Klimawechsels erleichtern, insbesondere den Beitrag der Programme zur ländlichen Entwicklung für 2007-2013 zu diesem Ziel. 

>> Lesen Sie das Arbeitsdokument pdf - 306 KB [306 KB] English (en)

 

 

Einfluss der Landwirtschaft auf den Klimawandel

 

In der Landwirtschaft werden zwei wichtige Treibhausgase erzeugt:

  • Methan entsteht bei Verdauungsprozessen von Vieh und entweicht bei der Lagerung von Gülle und Mist,
  • Stickstoffoxid entweicht aus organischem und mineralischem Stickstoffdünger.

In der EU ist die Erzeugung dieser Gase gering und sinkt weiter. Zurzeit stammen 9 % der gesamten Treibhausgasemissionen der EU aus der Landwirtschaft – 1990 waren es noch 11 %.

Die Entwicklung ist positiv, wenn man bedenkt, dass die landwirtschaftlichen Emissionen der 27 EU-Länder von 1990 bis 2006 um 20 % zurückgingen, weil weniger Vieh gezüchtet, Düngemittel effizienter eingesetzt und Gülle und Mist intelligenter verwertet wurden. Dieser Rückgang liegt deutlich über den 11 %, die von allen Wirtschaftszweigen der EU insgesamt erzielt wurden.

In Zukunft dürften die Emissionen in der Landwirtschaft noch weiter sinken, da der gesellschaftliche Druck sehr hoch ist und die EU ehrgeizige Ziele für die Verringerung der Emissionen festgelegt hat.

>> Weitere Informationen über Treibhausgasemissionen erhalten Sie bei der Europäischen Umweltagentur


 

Wie können landwirtschaftliche Betriebe heute ihre Emissionen senken?

 

Die bereits in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) verankerten Maßnahmen, zum Beispiel die anderweitigen Verpflichtungen (Cross-Compliance), werden die Emissionen in der Landwirtschaft weiter senken helfen. Dazu gehören:

  • Beihilfen zur Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe z. B. durch energiesparsame Ausrüstung und Gebäude,
  • Ausbildung und Beratung,
  • Förderung von Biogasanlagen,
  • Ausgleichszahlungen für die zusätzlichen Kosten für Landwirte, die sich freiwillig an Umweltschutzmaßnahmen beteiligen (Agrarumweltregelungen)

Die Regierungen der Mitgliedstaaten werden aufgefordert, Maßnahmen gegen Treibhausgasemissionen in ihre Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums einzubeziehen – der Klimawandel ist eine der höchsten Prioritäten der Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums in der EU.


 

Wie kann sich die Landwirtschaft an Klimaveränderungen anpassen?


Um sich an die vorhersehbaren Klimaveränderungen anzupassen, können die Landwirte:

  • die Fruchtfolge ändern, um das vorhandene Wasser bestmöglich zu nutzen,
  • den Zeitpunkt der Aussaat an die Temperatur und die Niederschlagsmuster anpassen,
  • Pflanzensorten anbauen, die besser für die neuen Witterungsbedingungen geeignet sind, z. B. Hitze und Dürre gut vertragen,
  • Hecken und kleine Waldstreifen auf landwirtschaftlicher Nutzfläche pflanzen, die das Grundwasser binden und als Windschutz dienen.

 

Die Landwirte können jedoch nicht alle Lasten alleine tragen. Landwirte müssen durch politische Maßnahmen unterstützt werden; zum Beispiel können die Regierungen:

  • Landwirten bei der Anpassung der Strukturen und Produktionsmethoden helfen,
  • die Dienste, die die Landwirte für die ländliche Umwelt leisten, weiterhin honorieren,
  • die ländlichen Gemeinschaften sachdienlich über riskante Klimaveränderungen informieren,
  • den Bewohnern des ländlichen Raums neue Wahlmöglichkeiten geben,
  • Beratung und Ausbildung anbieten.

Die GAP hat durch die Entkopplung der Unterstützungsleistungen von den Produktionsmengen und die Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums bereits die Grundlagen gelegt, die bei der Anpassungsstrategie für die Landwirtschaft besonders wichtig sein werden.

Bei weiteren Reformen der GAP wird der Anpassungsbedarf noch mehr zu berücksichtigen sein, damit die Landwirte ihre Betriebe nachhaltig bewirtschaften und Dienste für die Öffentlichkeit leisten können, zum Beispiel durch den Erhalt ländlicher Gemeinschaften und der Landschaft.

>> Mehr Information zur GAP-Reform

 

 

Mehr Information

 

>> "Informationsblätter der Mitgliedstaaten zu Landwirtschaft und Klimaschutz":

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>> "Die Rolle der Landwirtschaft bei der Eindämmung der Auswirkungen des Klimawandels" pdf - 306 KB [306 KB] English (en) (Arbeitsdokument der Kommissionsdienststellen, 07/2009)


>> "Wie sich die Landwirtshaft der EU dem Klimawandel stellt" pdf български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv) (Faltblatt)


>> "Klimawandel: die Herausforderungen für die Landwirtschaft" (Factsheet)


>> "Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel" (Untersuchungsbericht)


>> "EU Climate Action"-Website


>> Rechtsetzungakte und vorbereitende Akte der EU български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv)


 

 

 

 

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